Traudl Burgmair - Führung als Dienstleistung
Shownotes
In dieser tiefgründigen Diskussion teilen Traudl und David ihre Einsichten über die Rolle von Spiritualität im Business und in der Führung. Traudl, eine erfahrene Führungskraft, reflektiert über ihre Karriere in der IT-Branche und die Bedeutung von Klarheit, Konsequenz und Selbstverantwortung in der Führung. Sie betont, dass Spiritualität eine wertvolle Ressource ist, um in stressigen Zeiten Ruhe und Kraft zu finden. Die Diskussion beleuchtet auch die Unterschiede zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz sowie die Herausforderungen, die mit dem spirituellen Weg verbunden sind. Traudl teilt ihre persönliche Reise zur Selbstverantwortung und die Notwendigkeit, sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen, um ein erfülltes Leben zu führen.
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00:00:00: In der heutigen Folge spreche ich mit Traudl Burgmeier.
00:00:04: Traudl war CFO in einem großen amerikanischen IT-Konzern und hatte zu ihren Höchstzeiten dreieinhalb tausend Menschen unter sich.
00:00:13: Wie sie diese Rolle mit verdammt viel Druck, viel Politik, viel Stress gemeistert hat, erklärt sie in dieser Folge und vor allem das Spiritualität.
00:00:25: Das Schlüssel-Element war, um dort bestehen zu können, ohne dabei krank zu werden.
00:00:30: Und nicht nur das, ihren Job auch zu genießen.
00:00:36: Spiritualität hat mit Religion für sie nicht so viel zu tun.
00:00:40: Was es für sie bedeutet, erfährst du in dieser Folge.
00:00:44: Befährst außerdem, wie ihre spirituelle Praxis als Topmanagerin aussieht oder aussah, und außerdem lernst du, welche Skills Führungskräfte ihrer Meinung nach entwickeln sollten, um in den Zeiten der Unsicherheit, Komplexität und hohen Stresses bestehen zu können.
00:01:00: Es ist ein sehr tiefgründiges Gespräch, es hat mir große Freude bereitet und ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Zuhören.
00:01:20: relativ großen Unternehmen.
00:01:22: Kannst du uns dann nochmal erklären, was war das für ein Unternehmen?
00:01:26: Wie bist du da reingeraten?
00:01:28: Wie viele Menschen hast du dann so geführt?
00:01:31: Und wie war das Leben so als Chefin von so einem Laden?
00:01:37: Also ich war... ...fünfer, dreißig Jahre in der IT-Brosche und hab in diesen... ...fünfer, dreißig Jahren, fünfundzwanzig Jahren für die zwei ganz großen IT-Distributoren dieser Welt gearbeitet.
00:01:51: Neunzehn Jahre bei der einen Firma, fünf Jahre bei der anderen Firma.
00:01:56: Das sind beides Großkonzerne, amerikanische Großkonzerne.
00:02:02: Und ich habe bei beiden die deutsche Niederlassung geleitet und bei beiden Firmen waren es ungefähr ... Fünfzehnhundert Mitarbeiter bei der letzten Firma, teilweise sogar bis zu dreieinhalb Tausend, weil Beteiligungsgesellschaften dazu gehört haben.
00:02:19: Und
00:02:20: ich war da als CFO für ein Umsatzvolumen von vier Milliarden zuständig.
00:02:28: Respekt.
00:02:29: Und ja, spannend.
00:02:33: Und warum hast du dir das angetan, wenn ich fragen darf?
00:02:38: Das hat sich irgendwie so ergeben.
00:02:42: Ja, ich bin da jemand, der sehr neugierig ist, der sehr ehrgeizig ist, der Sachen bewegen will, also schon immer.
00:02:51: Und ich hatte tatsächlich bei der ersten Firma, das war damals die Computer zweitausend, später die Tech Data, ich hatte einen unglaublich tollen Mentor, der auf der Filmengründung war, der mich gepusht hat ohne Ende.
00:03:07: Ja, und so kommt es.
00:03:09: Und ich hatte
00:03:09: auch Spaß dran.
00:03:10: Also ich hatte immer schon Spaß dran, Menschen zu führen.
00:03:14: Ich hatte schon immer Spaß dran, Menschen über ihre Grenzen zu bringen.
00:03:20: Zu sehen, dass der viel mehr möglich ist.
00:03:25: Spannend.
00:03:26: Wir sprechen ja vor allem heute über Spiritualität.
00:03:30: im Business-Kontext und du hast ja netterweise gesagt, du plauderst gerne aus dem Nähkästchen, was das für dich bedeutet.
00:03:39: Was bedeutet Spiritualität in Bezug auf Entwicklung für dich oder Entwicklung von Menschen?
00:03:45: Wie hängt das zusammen?
00:03:48: Also Spiritualität ist für mich nicht der Glaube an irgendeine religiöse oder esoterische Institution.
00:04:01: Sondern es geht ganz viel, um die Fähigkeit innezuhalten, Zusammenhänge zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen.
00:04:09: Also um ganz stark, um die radikale Selbstverantwortung für meine Gedanken, für meine Emotionen, für meine Handlungen.
00:04:17: Und aus der Angst rauszugehen und aus dem Ego rauszugehen.
00:04:22: Und hat er ganz viel damit zu tun, im Dienst dieser Welt zu stehen.
00:04:30: Okay, da kann man ja sagen, wozu brauchst du dann den Begriff Spiritualität?
00:04:37: Da würde ja vielleicht nächsten Liebe reichen und so eine gewisse Art von Haltung oder so.
00:04:44: Was macht es spiritual für dich?
00:04:45: oder was bedeutet für dich Spiritualität?
00:04:48: Spiritualität heißt für mich, also ich glaube, ich habe ein ganz starkes Vertrauen, dass alles in diesem Leben einen Sinn hat.
00:04:58: Was auch immer passiert.
00:05:00: Manchmal verstehen wir den gerade nicht, aber im Nachhinein, und das glaube ich jedem so, dass man im Nachhinein dann feststellt, das hat ja doch einen Sinn.
00:05:09: Und da habe ich eine ganz starke Verankerung.
00:05:12: Also das ist das Vertrauen in den Sinn des Lebens.
00:05:17: Also von daher ist es eine bestimmte Glaube, aber keine religiöse Glaube, also das Glaube auch, dass wir geführt sind.
00:05:27: Also so was wie eine höhere Intelligenz, die dann dich quasi geführt hat und dadurch, also wenn du dann zurückguckst, erkennst du den Sinn, die diese Intelligenz hatte oder mit dir vorhatte?
00:05:38: Ist das was du meinst?
00:05:40: Genau.
00:05:41: Ich kann aber zweit sagen, was diese Intelligenz ist.
00:05:44: Ob das Gott ist, ob das Natur ist, ob das sonst irgendwas ist.
00:05:47: Was auch immer.
00:05:47: Das ist wahrscheinlich
00:05:48: auch Hurscht.
00:05:49: Aber es gibt irgendwas, was höher ist in dem Sinne und was lenkt.
00:05:57: Genau.
00:05:57: Immer, lenkt das immer für dich?
00:06:00: Für mich schon.
00:06:02: Für dich persönlich, aber lenkt insgesamt immer?
00:06:05: Keine Ahnung.
00:06:08: Spannend.
00:06:09: Ja.
00:06:11: Spannend.
00:06:12: Weil ich frag mich, ist das was, was, also wird diese Führung jedem Menschen zu teilen?
00:06:19: Oder ist das was, was, also gibt es Voraussetzungen dafür, dass ich geführt werde?
00:06:24: Wie siehst du das?
00:06:25: Ich glaube ja, indem dass ich mich selber dafür entscheide, dass es sie ist, dass es irgendwas gibt zwischen Himmel und Erde, das mächtige ist als mein Verstand.
00:06:38: Ah, ja, der Verstand.
00:06:41: Okay, ja, das ist spannend.
00:06:43: Okay, das heißt, als Führungskraft oder als dann auch Chefin, was hat das für dich bedeutet im Alltag?
00:06:54: mal rückwirkend jetzt betrachtet auf diese vielen Menschen, die du geführt hast, welche Rolle hat Spiritualität dann gespielt?
00:06:59: Und wir kommen dann natürlich auch noch drauf, was machst du heute und welche Rolle spielt das heute?
00:07:03: Aber erstmal würde mich das interessieren, was hat es dir gebracht oder wie hast du das gelebt, in dieser sehr krassen Verantwortung zu sein für so viel Budget und auch so viele Existenzen?
00:07:16: Also mir hat es sehr viel Ruhe gebracht, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:07:21: Sehr viel Kraft gebracht.
00:07:23: Und das war auch immer sichtbar, auch für andere.
00:07:26: Also, wo ich oft gefragt worden bin, wie kannst du eigentlich in dieser stressigen Situation oder unter diesem Druck und dieser Taktung eigentlich in der Ruhe bleiben und kraftvoll bleiben?
00:07:40: Du sagst Taktung und Druck, ganz kurz, klassisch, achtzig Stundenwochen, ganz normal.
00:07:46: Genau.
00:07:46: Und immer, ich sage, ich habe für amerikanische Firmen Konzerne gearbeitet, ständig, noch mehr und höher, weiter schneller.
00:07:55: Und auch politische Unruhen ganz oben und überall Messer im Rücken und alles, was dazugehört, ja?
00:08:01: Genau.
00:08:02: Eieieiei.
00:08:03: Und kennen das zu dünn.
00:08:05: Ja,
00:08:06: deswegen aber, deswegen die Frage, warum hast du dir das angetan?
00:08:10: Aber ja, okay, danke.
00:08:12: Ja, ganz, ganz ehrlich.
00:08:15: Es ist nicht so, dass man das nicht auch gefallen hat.
00:08:19: Ich sag, ich war immer begeistert, die Führungskraft.
00:08:22: Und ich hab mir immer gefallen, irgendwas zu bewegen.
00:08:27: Und je mehr ich Spiritualität in mein Leben gebracht hab, umso mehr hab ich gemerkt, wie kraftvoll das Ganze ist und wie kraftvoll ich selber werde.
00:08:37: Und man muss das gar nicht einmal aussprechen, aber wenn man das selber lebt.
00:08:45: Ja, dann schafft es ganz viel Klarheit, ganz viel Konsequenz übrigens auch.
00:08:52: Also es hat nichts damit zu tun, lieb zu sein, nett zu sein, auf Kuschelkurs zu gehen, sich zurückzuziehen.
00:08:59: Sondern für mich hat Gradspiret Realität und darum ist es für mich ein Business so wichtig, ganz viel mit Klarheit und Konsequenz zu tun.
00:09:09: Hast du ein paar Beispiele, wo diese Klarheit und Konsequenz nötig war und inwiefern hat dir dann deine innere Ruhe da geholfen?
00:09:19: Also hast du ein paar Beispiele ganz konkret?
00:09:22: Also ganz klar, wir reden ja ganz oft über Führung.
00:09:28: Auch in unseren Seminaren und so weiter.
00:09:31: Führung ist für mich der Dreh- und Angelpunkt für ein erfolgreiches Unternehmen.
00:09:38: Ich glaube, wir sind uns alle klar, dass ganz viele Führungskräfte, würde ich fast sagen, nicht richtig besetzt sind.
00:09:48: Steile These.
00:09:50: Ich lass sie mal so stehen.
00:09:54: Weil sie selber nicht in ihrer eigenen Kraft stehen.
00:09:58: Und weil oft einmal die Motivationen, die dahinter sind, nichts mit Dienen zu tun haben.
00:10:04: Und Dienen ist jetzt vielleicht ein ganz altes Wort.
00:10:07: Aber das hatte ich schon bereits, bevor ich mit Spiritalität zu tun habe, dass ich immer gesagt habe, das, was den Erfolg meines Unternehmens ausmacht, dafür bin ich verantwortlich und ich diene diese Organisation und ich diene diesen Menschen in dieser Organisation.
00:10:29: Also ich war anscheinend schon spirituell, bevor ich das überhaupt gewusst hatte.
00:10:35: Also wir stehen im Dienst von etwas.
00:10:41: Also für mich ist Führung kein Privileg, wie es viele sehen, also mit Status, mit Belohnungssystem, mit Macht, mit Geld, sondern für mich ist es eine Dienstleistung, für die ich natürlich Geld erhalte.
00:10:56: Klar.
00:10:57: Aber für die ich auch eine Leistung im Dienst der Firma erbringen muss.
00:11:03: Und warum ist dieses dienende jetzt spirituell?
00:11:12: Weil wir dienen ja auch was größerem.
00:11:16: Darauf wollte ich hinaus.
00:11:17: Ich wollte auf dieses alles ist miteinander verbunden hinaus.
00:11:20: Also diese, was ja, glaube ich, wo sich ganz, ganz viele in der spirituellen Welt oder Bubble einig sind, ist dieses, oder was für viele Spiritualität bedeutet, ist das dieses Verbundenheitsnarrativ.
00:11:34: Also dass wir eben nicht die wahrgenommenen Distanz zwischen uns als Lehre oder Trennung wahrnehmen, nur weil wir Körper haben, die vermeintlich materiell sind.
00:11:46: Wenn man da quantenphysisch reinguckt, dann wird das ja alles sehr verschwommen und das ist alles eher auch je nachdem, in welchem zuständig bin, bin ich mehr Teilchen, bin ich mehr, bin ich mehr Welle und so weiter.
00:11:56: Da gibt es echt spannende Forschung, Doppelspalt-Experiment.
00:11:59: Aber auf jeden Fall diese... dieses Weltbild, wir sind nicht nur Materie, sondern wir sind auch noch Frequenz.
00:12:06: Und Frequenz fließt und hat fließende Übergänge.
00:12:11: Und da gibt es gewisse Prinzipien, also Gesetzmäßigkeiten auf diesen Ebenen, wie zum Beispiel das Gesetz des Ausgleichs.
00:12:19: Das heißt, wenn ich dir was tue, dann fällt das auf mich zurück, weil wir eben das Gleiche sind, aus der gleichen Essenz bestehen.
00:12:29: Man muss sich bloß bewusst sein, dass das möglicherweise auf einer anderen Ebene auf uns zurückgeht.
00:12:34: Genau.
00:12:35: Es gibt das Gesetz, das Ausgleich, es gibt das Gesetz der Resonanz, es gibt das Gesetz der Anziehung, da gibt es ja sehr, sehr viele.
00:12:43: Und wenn du vorher, du hattest ja schon über das Thema Frequenzen, wir alle sind ja Energie im Endeffekt.
00:12:51: Und wir strahlen Energie aus.
00:12:55: Und da sind wir bei dem Thema eigentlich wie innen so außen.
00:12:58: Genau, nächstes Gesetz.
00:13:00: Das ist eigentlich das nächste Gesetz, oder gehört auch dazu.
00:13:03: Das heißt, das, was in mir innen drin wirkt, das strahle ich nach außen aus.
00:13:12: Und das spüren Menschen.
00:13:15: Und wir alle kennen fünf G, wir alle kennen Radiosender, wir alle kennen alles Mögliche.
00:13:23: Da glauben wir auch an diese Frequenzen.
00:13:25: Aber
00:13:26: dass wir als Mensch auch diese Frequenzen ausstrollen, das ist den meisten unbewusst.
00:13:34: Und das spürt man zum Beispiel, man merkt ja manchmal, man kommt in einen Raum rein, ganz unbewusst, unbeteiligt und man spürt auf einmal, da ist dicke Luft, ohne dass jemand was sagt.
00:13:51: Kann man natürlich sagen okay also da ist natürlich Stress in den Körpern gewesen und diese Stresshormone fliegen jetzt durch die Luft und das können wir riechen und so weiter.
00:14:01: Man kann das immer alles glatt nügeln mit materialistischer Sichtweise und ich glaube da gibt es dann auch kein.
00:14:10: nicht die eine Wahrheit sondern.
00:14:13: Für die, die das nicht glauben wollen, wird das immer so bleiben.
00:14:16: Für die, die dafür offen sind, ist es spannend.
00:14:19: Ich sehe das auch so, dass der Körper ein ziemlich sensibles Messinstrument ist.
00:14:25: Und wir Antennen haben für Dinge, die andere Maschinen teilweise nicht haben, was uns zum Beispiel von der KI unterscheidet.
00:14:34: Also was macht die aus deiner Sicht die menschliche Intelligenz?
00:14:38: Wenn jetzt der Verstand eh abgelöst ist, wird durch die KI die viel schneller denken kann als wir.
00:14:43: Was macht uns eigentlich noch besser?
00:14:45: Oder was ist unsere Daseinsberechtigung im Vergleich zur KI aus deiner Sicht?
00:14:51: Also wir sind ja immer noch Menschen und wir sind immer noch soziale Wesen.
00:14:56: Und es gibt ja immer noch das Thema Mitgefühl und Emotionen und emotionale Intelligenz.
00:15:05: Und das wird eine KI nie ablösen können.
00:15:10: Ja, wenn der Interkritiker sagt dann, ja, die KI ist ja viel feilenfühlinger für Intonation, für Spracherkennung, für sonst irgendwas, die kann vermeintlich sogar viel besser auf deine Emotionen getrainiert werden oder so, weil sie noch mehr Daten erfasst, die wir vermeintlich nicht erfassen.
00:15:29: Was entgegnest du solchen Leuten, die sowas sagen?
00:15:33: Dass wir immer noch... in Verbindung gehen können mit anderen Menschen.
00:15:38: Und ich sage, die Zukunft wird nicht so ausschauen, dass wir den ganzen Tag vom Computer sitzen, sondern dass wir Menschen ja auch noch begegnen.
00:15:47: Hoffentlich ja.
00:15:48: In Familien, im Freundeskreis, auch noch in der Arbeit.
00:15:56: Und das ganze Thema wird spannend.
00:15:57: Also was mit KI kommt wird, für mich ist es hochspannend.
00:16:02: Für mich auch.
00:16:02: Und ich glaube, ein Unterschied ist schon, wie entsteht eigentlich neues Wissen?
00:16:08: Die KI, so wie ich sie bisher verstanden habe, kombiniert ja.
00:16:11: Das vorhandene Wissen setzt es zusammen und so weiter.
00:16:14: Da entsteht ja jetzt aber nichts brandneues, sondern nur die Kombination des bereits bestehenden.
00:16:22: Und ich bin überzeugt, dass die menschliche Intelligenz dass wir eben dadurch, dass wir mit dem großen Ganzen verbunden sind, was allumfassend ist, wo also auch alle Informationen umfasst, dass wir uns über unsere Möglichkeit in Resonanz zu gehen, einschwingen können mit einer Frage.
00:16:40: Ja.
00:16:41: Und wenn wir dann so ähnlich schwingen wie diese Frage, ziehen wir über das Gesetz der Resonanz die Antwort an.
00:16:47: Ja.
00:16:47: Und so channeln wir sozusagen oder downloaden wir überhaupt neues Wissen.
00:16:53: Das heißt, die spannende Frage für mich ist in Zukunft, wer trainiert die Menschen ihr kreatives Potenzial eigentlich abzurufen und wie geht das?
00:17:02: Weil der analytische Verstand, für den wir bisher trainiert wurden, der ist da total hinderlich dafür.
00:17:08: Der ist gut für die Frage, für die Frage und für sich reinarbeiten und das analysieren und so was.
00:17:15: Aber wenn man die Kreativitätsforschung reinguckt, bin da nicht tief drin.
00:17:19: Aber was ich noch erinnere ist, dass Es dann einen Abstand von dem Thema braucht und Entspannung.
00:17:26: Und dann fallen die Dinge ein.
00:17:29: Und ich liebe ja die deutsche Sprache, die nicht sagt, wir haben uns das ausgedacht, sondern das ist uns eingefallen.
00:17:34: Ja oder zugefallen?
00:17:35: Woher
00:17:35: denn?
00:17:35: Ja oder zugefallen?
00:17:36: Genau, genau.
00:17:39: Und das ist doch die spannende Frage.
00:17:41: Wie können wir also, um uns abzuheben von der KI und uns eine Daseinsberechtigung vielleicht auch im wirtschaftlichen Setting zurückzuholen in Teilen ja auch, wie können wir das trainieren?
00:17:56: und das ist für mich eine spannende Frage, jetzt sind wir sehr weit weggekommen von deiner Rolle als Führungskraft, der interessiert mich noch mal.
00:18:04: Also du meintest, die Klarheit und die Konsequenz ist etwas, was... wo Spiritualität dir geholfen hat.
00:18:11: Es hat dir nicht nur sehr viel Ruhe und Kraft gegeben in der Situation, wo viele denken, spinnst du?
00:18:16: Du riechst nicht durch, hast du nicht Burnout.
00:18:19: Dein Körper geht irgendwann kaputt.
00:18:21: Das sind viele Anfragen, die uns erreichen von Topmanagern, die sich coaching lassen wollen, die sagen, ich bin genial in dem, was ich mache.
00:18:29: Aber mein Umfeld und mein Körper sagen langsam, es geht nicht mehr.
00:18:33: Und
00:18:34: dir ging es trotz... dieser Situation nicht so.
00:18:37: Das war das eine, habe ich das richtig verstanden.
00:18:41: Und das andere war, wie hast du das mit der Konsequenz und der Klarheit gelebt?
00:18:46: Hast du da paar Beispiele?
00:18:51: Klarheit ist zum Beispiel, wenn wir jetzt wieder zurückgehen auf Führung.
00:18:55: Wenn ich Chef einer Firma bin, dann ist es für mich als Chef, als CEO, als CFO, was auch immer.
00:19:05: Ganz klar, dass ich dafür sorgen muss, dass ich eine vernünftige Führungsmannschaft habe, weil ansonsten wird es nicht funktionieren.
00:19:12: Bei vielen ist es so, dass sie aus Angst vor Konflikt, also viele Führungskräfte kommen ja in Führung, weil sie gute Manager waren, weil sie gutes Fachwissen hatten und so weiter.
00:19:27: Das hat aber nichts mit Führung zu tun.
00:19:30: Und ganz viele Führungskräfte haben Angst vor Konflikten, vor Kontrollverlust, vor Konsequenzen und dass sie ins Handeln gehen.
00:19:41: Und das sehe ich immer wieder.
00:19:42: Also selbst mache ich ja relativ viele Führungskräfte-Seminare, wo ich versuche dem Menschen klar zu machen, was sie eigentlich tun, wenn sie schwache Führungskräfte unterstützen.
00:19:55: Was tun sie denn damit?
00:19:57: Sie schaden den Guten.
00:19:59: Warum?
00:20:02: Ich habe ja keine Lust mehr und komme Bock mehr.
00:20:06: Wenn es anders auch
00:20:07: geht.
00:20:09: Und Menschen, also Konsequenz, schafft ja Vertrauen.
00:20:16: Weil Leute dann Orientierung und Halt bekommen.
00:20:21: Und Sicherheit und damit Sicherheit.
00:20:26: Orientierung und Halt haben, dann können sie leisten.
00:20:29: Und wenn Menschen leisten können, dann kommen Ergebnisse.
00:20:33: Und Ergebnisse bringen Freude.
00:20:34: Und Ergebnisse bringen Freude.
00:20:37: Und
00:20:37: damit entsteht Motivation.
00:20:43: Und jetzt beobachtest du, dass einige Menschen in dieser Führungsposition eben viel aus Angst heraus handeln.
00:20:52: Inwiefern bringt dir jetzt Spiritualität Sicherheit.
00:20:58: Weil es da drin geht, ich handle ja als Angst heraus, weil ich innerlich selber Ängste hab.
00:21:06: Und Spiritualität hat ja ganz viel damit zu tun, sich selber zu reflektieren.
00:21:11: Meine eigenen Ängste, meine eigenen Schrappen anzuschauen.
00:21:16: Und damit mit mir selber ins Reine zu kommen, damit mit mir selber in einen inneren Frieden zu kommen.
00:21:24: Warum
00:21:24: ist das wichtig?
00:21:26: Weil es Ruhe schafft.
00:21:29: Weil es Ruhe in meinem eigenen System schafft.
00:21:32: Und wenn ich diese Ruhe habe, dann ist es natürlich auch klar, dass ich die an der draußen Aussprache.
00:21:37: Da sind wir wieder bei den Frequenzen.
00:21:39: Ja und nicht nur Ruhe.
00:21:40: Ich glaube es schafft auch Besonnenheit.
00:21:45: Also Entscheidungen, die nicht automatisch ablaufen, weil ich in einem Kampffluchtstarre-Modus bin und mein Reptiliengehind sagt, jetzt musst du aber, Hauptsache rette dich oder was auch immer, rette dich nicht oder draufschlagen, genau, oder abhauen.
00:22:00: Ja, dieses klassische Analyses, Paralysis, Muster.
00:22:03: Wir analysieren uns zu Tode, um ja keine Entscheidungen treffen zu müssen.
00:22:07: Das sind so die Klassiker.
00:22:09: Genau, also es bringt dich in die Handlungsfähigkeit.
00:22:12: Das finde ich, das finde ich so wichtig.
00:22:16: Genau.
00:22:17: Und die Ängste zu transformieren, wie bist du da vorgegangen?
00:22:24: Und ab wann hast du gemerkt, dass das dein Weg ist, um auch vielleicht zu dem Thema warst du schon immer spirituell oder hat sich das entwickelt?
00:22:32: Weil ich persönlich, gerade während der Schulzeit und so, hatte damit jetzt nicht so viel zu tun.
00:22:40: Also ich war, ich würde sagen im Endeffekt, Bestimmte Spirelitalität hatte ich schon immer.
00:22:50: Wenn man das jetzt wieder auf das Religiöse, also ich bin sehr katholisch erzogen worden, ab dem Zeitpunkt, wo ich über mich selber entscheiden konnte, habe ich keine Kirche mehr betreten.
00:23:01: Nachvollziehbar in Teilen.
00:23:02: Nachvollziehbar,
00:23:03: genau.
00:23:05: Ich hatte allerdings einen Vater.
00:23:07: Mein Vater war fünf Jahre in Russland im Krieg und war fünf Jahre in Sibirien in Kriegsgefangenschaft.
00:23:14: Und mein Vater hatte eine unglaubliche Weisheit und eine unglaubliche Größe.
00:23:20: Und das habe ich als Kind schon gemerkt.
00:23:22: Ich konnte es damals nicht zuordnen, aber man hat es gespürt.
00:23:29: Und ich habe als Kind schon ein paar Sachen gelernt.
00:23:33: Das eine ist Dankbarkeit.
00:23:37: Also wenn man ein Mensch sieht, der zehn Jahre seines Lebens unter diesem Stress oder unter diesen Horror eigentlich gelebt hat und der danach in Dankbarkeit lebt.
00:23:49: Also mir wurde immer Dankbarkeit vorgelebt.
00:23:52: Mir wurde immer vorgelebt.
00:23:55: Dieses Thema, mein Vater hat immer zu uns gesagt, alles im Leben hat seinen Sinn, auch wenn du es im Moment nicht verstehst.
00:24:05: Also muss auch für ihn dieses Thema Krieg und Kriegsgefangenschaften im Sinn gehabt haben.
00:24:11: Also der war mit sich im Frieden.
00:24:14: Und ein anderes Thema, was ich auch schon als Kind gelernt habe, ist, schau immer hinter die Themen.
00:24:22: Du weißt nicht, in welchen Schulen der andere Menschen gerade läuft.
00:24:29: Also das sind so Grundwerte, die mir mitgegeben worden sind, die ich eigentlich, würde ich mal sagen, fünfzig Jahre nicht mit Spiritualität in Verbindung gebracht habe.
00:24:41: Und dann gab es mit Fünfzig einen Moment, oder?
00:24:43: Ja,
00:24:43: ein bisschen früher, vor Fünfzehn Jahren, als mir das Leben durchaus mal sehr herangenommen hatte, wo ich dann irgendwann einmal gesagt habe, also wo immer wieder Situationen in mein Leben getreten sind, die sich immer wieder wiederholt haben.
00:25:00: So musste halt klassisch her.
00:25:02: Ja, so musste die immer wieder und die sind immer stärker gekommen.
00:25:06: Und irgendwann, ab einem bestimmten Moment, habe ich gesagt, okay, man kann ja öfters mal aussteigen, also man kann Partner wechseln, man kann Firmen wechseln, man kann alles Mögliche wechseln.
00:25:17: Aber eigentlich musste ihr irgendwann damit klar sein, du nimmst dich immer selber mit.
00:25:21: Ja, da gibt es ein klasse Song von Alligator, aber du weißt nicht, ob du den kennst, wie zu Hause, empfehlenswert, aber es ist frisch weiter.
00:25:29: Also
00:25:30: du nimmst dich ja immer selber mit.
00:25:31: Und an einem sehr kritischen Punkt in meinem Leben, wo ich ziemlich nervig angespannt war, also ich würde sagen, ich war sehr in einer Burnout, habe ich gesagt, so, und jetzt stopp.
00:25:45: Und jetzt ist, egal was mich das emotional und monetär kostet, ich will jetzt wissen, dass das mit mir selber zu tun hat.
00:25:54: Ja, also da kam irgendwann einmal so das Thema,
00:25:57: irgendwas
00:25:58: muss das ja mit mir zu tun haben, warum ich diese Themen immer wieder in mein Leben kriege.
00:26:05: Und warum mich diese Themen immer wieder so sehr herausfordern.
00:26:08: Mhm,
00:26:09: Gesetz der Resonanz wieder, ne?
00:26:11: Was ist das Gesetz der Resonanz?
00:26:12: Und
00:26:12: den in die Außen.
00:26:14: Ja.
00:26:15: Und dann?
00:26:17: Ja, und dann habe ich ganz schnell angefangen.
00:26:21: Also wirklich schnell, muss ich echt sagen.
00:26:26: Ganz viele Seminare zu machen.
00:26:28: Also viel Selbsterfahrung.
00:26:31: Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung.
00:26:34: Auch Seminare, die außerhalb der klassischen Management sind.
00:26:39: Ja, so ein Beispiel.
00:26:43: Es gibt einige.
00:26:44: Ich habe Transformationscoachings Ausbildungs gemacht.
00:26:48: Also wo man sich sehr viel mit seinen eigenen Gedanken, mit seinen eigenen Emotionen.
00:26:53: Beforst, ich habe systemische Ausbildungen, wo es um Herkunftsfamilien, um übertragene Muster und so weiter gibt.
00:27:01: Also ich habe da in diesen Richtungen massenweise gemacht.
00:27:09: Und bin auch dazwischen, weil euer neues Thema heißt ja Akasha for Business, bin auch mein dieses Thema Akasha eigentlich stiegen.
00:27:21: dass für mich ein ganz großer Spiegel war.
00:27:27: Ja, und so hat sich das dann entwickelt.
00:27:29: Und damit bin ich ganz, ganz schnell, also das ist wirklich schnell gegangen.
00:27:35: Diese Entwicklung hat sich ganz, ganz viel in meinem Leben verändert.
00:27:39: Zum Beispiel?
00:27:43: Zum Beispiel, dass ich selber sehr viel stärker geworden bin, also dass ich innere Klarheit hatte, dass ich aufgehört habe, an einem Menschen zu gefallen.
00:27:55: Kein Pipi-Pleasing mehr.
00:27:57: Kein Pipi-Pleasing mehr.
00:27:59: Selbstliebe, dann nächsten Liebe und so.
00:28:01: Selbstliebe, nächsten Liebe.
00:28:04: Sehr viel Klarheit, dass ich auch geschaut hat, wer es sind, eigentlich die Menschen, die um mich herum sind.
00:28:14: Tut mir die gut, tut mir die nicht gut.
00:28:16: Opferbereitschaft, Trennung.
00:28:18: Opferbereitschaft.
00:28:19: Und weil wir gerade über Opfer reden, dass ich eigentlich gelernt habe, ich bin der Schöpfer meiner Realität.
00:28:25: Das war eigentlich mehr die größte Erkenntnis.
00:28:31: Alles, was ist, ist durch mich.
00:28:35: Durch meine Gedanken, durch meine Emotionen, durch meine Handlungen.
00:28:39: Alles, was du quasi erfährst.
00:28:41: Also du hast nicht die Welt erschaffen, sondern alles, wie du die Welt erlebst, oder?
00:28:44: Genau,
00:28:45: wie ich das erlebe.
00:28:46: Danke.
00:28:46: Also ich glaube, das ist wichtig zur Unterscheidung für Menschen, die noch neu in dem Gebiet sind.
00:28:51: Nein, Traudel hat nicht die Welt erschaffen.
00:28:53: Nein,
00:28:53: hab ich nicht.
00:28:56: Aber wir erschaffen unsere eigene Realität.
00:28:58: Genau,
00:28:58: das schon.
00:28:59: Ja, absolut.
00:28:59: Ja,
00:29:00: genau.
00:29:01: Und
00:29:02: ganz klar, dass ich weiß, dass ich nie Opfer bin, sondern dass ich ein in mir mächtiges Wesen bin, das immer die Wahl hat zu entscheiden.
00:29:17: Und dann aber
00:29:18: auch die Verantwortung tragen muss.
00:29:20: Und dann
00:29:20: aber auch die Verantwortung tragen muss.
00:29:22: Und das ist manchmal einfach unbequem.
00:29:23: Das ist manchmal sehr unbequem.
00:29:30: Und das heißt aber nicht, dass ich seitdem nie wieder in Opferrollen reinfall.
00:29:37: Das passiert immer wieder.
00:29:38: Aber dass ich relativ schnell wieder in dieses Bewusstsein komme und jetzt übernimmt wieder die Verantwortung für den Leben.
00:29:46: Und wieder eine Gelegenheit, einen Schatten-Element, einen Muster mehr zu transformieren und noch mehr in die Ermächtigung zu kommen.
00:29:57: Genau.
00:29:59: Schön.
00:29:59: Und würdest du jetzt sagen, es hat dir viele Dinge erleichtert, habe ich verstanden, in deiner Rolle, in deinem Leben.
00:30:06: Viele Dinge haben sich im Außen geändert, weil du deinen Innen geändert hast.
00:30:10: Würdest du sagen, der spirituelle Weg ist der leichtere Weg?
00:30:14: Nein.
00:30:17: Ganz sicher nicht.
00:30:19: Also der spirituelle Weg ist durchaus, man muss sich mit ganz vielen Themen auseinandersetzen.
00:30:26: Und eines der ganz großen Themen, mit denen man sich auseinandersetzen muss, ist das Thema Angst.
00:30:33: Ist das Thema Zubehörigkeit übrigens?
00:30:37: Inwiefern, also zum Land oder zur Welt oder
00:30:40: zur Familie, zur Familie, zur Freunden.
00:30:44: was wir vorher schon gesagt haben, dieses Thema People-Bleasing.
00:30:49: Also dieses Thema, das man auch einmal nicht gemocht wird, dass man das aushält.
00:30:58: Ja, das Fiese daran ist ja, dass unser Gehirn dann Schmerz erzeugt, weil das, was sich wie Trennung war aussieht oder sich anfühlt, erzeugt Schmerz, damit wir laut werden und sagen, ich will doch dazu gehören, damit ich nicht sterbe.
00:31:13: Vor hunderttausend Jahren wäre das der Tod gewesen, aber das ist ja nicht mehr so.
00:31:16: Also wir können gut und gerne auch alleine leben, potenziell.
00:31:21: Die Gefahr ist nicht mehr da, aber wir sind halt noch Reptilien in gewisser Weise.
00:31:26: Und das ist ja unser Ego, das das steuert.
00:31:29: Ja, unser Ego möchte ja Schmerzvermeidung.
00:31:33: Und wenn wir hinschauen auf bestimmte Muster, auf bestimmte Emotionen, auf unsere ganzen Kindheitsthemen, auf unsere Herkunftsthemen und so weiter.
00:31:43: Ja.
00:31:44: Dann bedeutet das ganz oft Schmerz.
00:31:48: Weil das alles loslassen müssen.
00:31:50: Ja, aber dieser Schmerz, genau, aber dieser Schmerz ist sowieso da.
00:31:53: Ja.
00:31:54: Und das ist das, was viele Menschen erst einmal lernen müssen.
00:31:57: Der Schmerz reagiert uns ja sowieso.
00:32:01: Ja.
00:32:03: Und beim einen ist es unbewusst und Spiritualität hilft, das Bewusst wahrzunehmen.
00:32:10: Und damit kann man den Schmerz auch transformieren.
00:32:13: Sagst du, was sehr wichtig ist.
00:32:14: Ich glaube, viele Menschen sind sich des Schmerzes nicht bewusst, weil sie sehr genial darin geworden sind, diesen wegzudrücken und zu kompensieren.
00:32:23: Genau.
00:32:24: Also, warum machst du diesen Job wirklich?
00:32:27: Machst du den für dich?
00:32:28: Machst du den für deine Eltern?
00:32:30: Machst du den für deinen Ansehen oder sonst irgendwas?
00:32:34: Lebst du wirklich deine Berufung oder irgendwas, was du glaubst, dass du lebst?
00:32:38: Und immer, wenn du dich nicht selber lebst, Bist du getrennt von dir?
00:32:42: Das heißt, da ist ein Schmerz.
00:32:44: Ja?
00:32:44: Genau.
00:32:44: Und entweder ich ziehe das halt durch mein Leben lang oder ich gucke mir das halt an.
00:32:53: Ja.
00:32:54: Und ich merke das auch immer wieder in meinen Seminaren.
00:32:56: Eine der Frage ist ja tatsächlich, lebst du wirklich dein eigenes Leben?
00:33:00: Ja,
00:33:02: genau.
00:33:02: Und das tun die wenigsten.
00:33:05: Ja, weil es dafür diesen Mut braucht und eben diese... Ja, dieses Aushalten, dieses Schmerz.
00:33:12: Ich würde dich nochmal fragen, glaubst du wirklich, dass es der leichte Weg ist, auch langfristig gesehen?
00:33:20: Ich habe ja vorher schon gesagt, dass Spiritualität oder dieses Thema da rein zu gehen, ist nicht der leichte Weg.
00:33:26: Genau, ich meinte den anderen.
00:33:27: Sorry.
00:33:28: Ich meinte es nicht zu tun.
00:33:29: Ist das wirklich leicht, auch langfristig gesehen?
00:33:34: primär leichter würde ich mal sagen.
00:33:37: Auf der anderen Seite schaue ich mir um, wie viele Depressionen es gibt, wie viele Krankheiten es gibt, wie viele Burnouts es gibt.
00:33:44: Also wenn wir im Zweifelfall auf unserer Seele nicht hören, also jetzt nenne ich das meine Seele, also unser Unterbewusstsein, dann kommt irgendwann einmal der Körper dazu, dass er sagt, hey, stoppen wir
00:34:03: mal.
00:34:03: Genau.
00:34:04: Und dann hoffentlich so, dass es nicht zu spät ist, um noch das Leben danach ohne größere Beschwerden genießen zu können.
00:34:13: Genau.
00:34:13: Und das war ja auch das.
00:34:14: Also in der Zeit, als ich noch das CFO war,
00:34:17: war
00:34:17: ja auch das immer das Thema, wo viele gesagt haben, wie kann es sein, dass du trotz dieses Stresses, trotz dieses Drucks eigentlich gesund und munter und frisch und fröhlich bist?
00:34:33: Und wie hast du das ganz praktisch gemacht?
00:34:35: Weil ich, auch wenn man sich mit der Wissenschaft auseinandersetzt, gibt es ja mittlerweile richtig gute Studien mit riesigen Fallzahlen und echt sehr sauberen Studiendesign, die die Effekte von Meditation oder den Effekt aufzeigen.
00:34:52: und was die aber immer sagen ist, wenn du da nicht dran bleibst und das nicht heglich machst, jetzt mal über einen Daumen gebrochen.
00:35:00: dann verflachen diese Effekte sehr relativ schnell.
00:35:04: Was war deine oder ist deine spirituelle Praxis, wenn du so möchtest?
00:35:09: Also das Thema Meditation.
00:35:11: Meditation gibt es in ganz vielen Orten und Weisen.
00:35:15: Also Meditation.
00:35:16: Ich kann im Wald spazieren gehen.
00:35:19: Ich kann dort sitzen und meditieren.
00:35:22: Also es gibt ja ganz, ganz viele verschiedene Orte und Weisen.
00:35:26: Ich persönlich Ich habe den großen Vorteil, ich bin ein früher aufsteher.
00:35:32: Also ich stehe spätestens um fünf Uhr in der Früh auf.
00:35:35: Oh Gott.
00:35:37: Und das ist für mich eine Zeit, die ganz alleine mir gehört.
00:35:41: Da bist du also dieses fünf AM-Club mit Glied.
00:35:44: Kennst du dieses Buch?
00:35:45: Ja, ja.
00:35:45: Aber
00:35:46: ich mache das mit ein paar Monaten.
00:35:48: Ich bin ja fast kaputt gegangen.
00:35:48: Aber ich mache
00:35:49: das mit diesen fünf AM-Club.
00:35:49: Also die zwanzig Minuten des, zwanzig Minuten des.
00:35:53: Aber ich nutze diese Zeit, diese Stille.
00:35:58: Man präsentiert sich nur
00:35:59: da und schaut nur zum Fenster raus.
00:36:05: Also dieses In-Sicht-Kern und dann auch mal wieder zu überlegen, was ist denn gerade wichtig?
00:36:13: Also Raum schaffen für die innere Stimme, habe ich das richtig verstanden?
00:36:15: Genau, Raum schaffen für die innere Stimme.
00:36:19: Ich habe gerade ein Buch gelesen von Michael Singer, weiß nicht, ob der dir was sagt, das Experiment-Hingabe, unglaublich, fantastisches Buch.
00:36:28: und der unterscheidet den Geist in den Verstand einerseits, die Logik, die Stimme, die immer so brabbelt und dann, ich sage mal, die göttliche Anbindung, die göttliche Inspiration, die Kreativität und so weiter.
00:36:42: und er sagt, du musst diesen Verstand beruhigt kriegen.
00:36:47: um die andere überhaupt hören zu können.
00:36:50: Genau.
00:36:50: Und
00:36:50: das ist eines der Schlüssel-Elemente.
00:36:53: Und deswegen bin ich nur so angefixst, weil der das so schön beschreibt.
00:37:00: Ich werde ein Training aufsetzen für genau das, weil wenn du da hinkommst, ist das Leben gelingt.
00:37:07: Genau.
00:37:07: Das wird
00:37:07: ganz oft mit Stille zu tun.
00:37:09: Ja.
00:37:11: Also in der Stille wird ja oft einmal der Verstand erst einmal lauter.
00:37:17: Aber das mehr auszuhalten und stille überhaupt auszuhalten.
00:37:24: Dann
00:37:26: kommen die ganzen Dinge hoch, die Ängste, die anfangen zu bravbeln.
00:37:29: Der Verstand ist ja aus meiner Sicht, ist ja Instrument der Angst, um Kontrolle auszüben.
00:37:34: Genau.
00:37:36: Und wenn Angst hochkommt, sich auch mehr trauen, diese Angst zu spüren, in diese Angst mehr reinzugehen.
00:37:46: die auch mehr auszuhalten.
00:37:49: Und dann zu merken, was passiert.
00:37:51: Und dann zu merken, was passiert.
00:37:52: Und es ist unglaublich, was da passiert.
00:37:54: Ja,
00:37:55: es geht weg.
00:37:56: Was passiert?
00:37:57: Es auch noch hilft, es sich dann ins Herz einzuatmen.
00:38:02: Ja, genau.
00:38:03: Und ich glaube ja ganz fest daran, also wenn man hergeht, es gibt ja dieses Eisbergprinzip, dass ja maximal fünf Prozent unseres Bewusstseins, dieses Tagesbewusstsein ist,
00:38:15: das
00:38:15: fest ja unterbewusst ist.
00:38:18: Und ich glaube ja ganz fest daran, dass unser System auf Heilung aus ist.
00:38:24: Wir sind auf dieser Welt, um glücklich zu sein und nicht umupfer zu sein.
00:38:31: Das ist eine feste Überzeugung von mir.
00:38:34: Und damit ich mein System heilen kann, muss ich auch hinschauen.
00:38:41: Ich muss mir erlauben, hinzuschauen.
00:38:45: Und dafür müssen Sie Zeiträume schaffen.
00:38:47: Genau.
00:38:48: Und viele Menschen haben ganz viel Angst davor, hinzuschauen.
00:38:52: Das Thema ist nur, dass Unterbewusstsein wirkt ja sowieso.
00:38:57: Dann wirkt es halt unbewusst.
00:39:00: Und nur wenn ich bestimmte Sachen in meinem Bewusstsein bringe, habe ich die Möglichkeit, die zu transformieren und in Heilung zu bringen.
00:39:11: Und ist deine Überzeugung, dass das jeder alleine kann?
00:39:16: Nein.
00:39:18: Warum nicht?
00:39:22: Weil unser Ego uns ganz oft Ausreden liefert.
00:39:29: Ganz ehrlich?
00:39:30: Ja.
00:39:34: Also unser Ego ist ja ein Weltmeister oder unser Verstand ja auch.
00:39:38: Und ich sage nicht, dass wir unseren Verstand ausschalten sollten.
00:39:42: Weil unser Verstand ist auch ein ganz mächtiges Instrument.
00:39:46: Absolut.
00:39:48: Ja, also unser Verstand kann ja im Endeffekt entscheiden, was wir tun.
00:39:54: Aber manchmal kommt man alleine nicht über diese Hürden drüber, weil man für sich selber betriebsblind ist.
00:40:03: Und dazu hilft es ganz oft, wenn man sich Hilfe in den Anspruch nimmt.
00:40:07: Und ich habe das auch ganz stark getan.
00:40:10: Und das ist, glaube ich, was auch eine KI in der Qualität, wie wir das können, niemals erreichen kann.
00:40:16: Genau.
00:40:17: Und was machst du damit jetzt heute?
00:40:19: Jetzt bist du ja nicht mehr von dreitausendfünfhundert Leuten die Chefin, sondern deine eigene, hast du gesagt.
00:40:26: Genau.
00:40:27: Aber auch das war so ein Thema.
00:40:29: Ja?
00:40:30: Ich bin ja nicht ausgestiegen, weil ich einen Burnout hatte oder Depressionen hatte oder die Schnauze voll hatte.
00:40:36: Im Gegenteil, also ich habe meinen Job durchaus auch geliebt.
00:40:39: So ist es nicht.
00:40:40: Und ich vermisse dann, ich bin ja seit... ...Zw.A.
00:40:45: Also seit acht Jahren draußen.
00:40:48: Ja, ich habe heute noch Kontakt.
00:40:49: Ich vermisse heute noch die Menschen.
00:40:51: Echt?
00:40:52: Ja.
00:40:53: Tatsache.
00:40:55: Aber auch das war, dass ich mich mal bewusst hingesetzt habe, mit fünfer Fünfzig, ich bin heute dreiundsechzig, dass ich mich mit fünfer Fünfzig hingesetzt habe und gesagt habe, hey, was ist denn meine restliche halbtiefe Lebenszeit?
00:41:09: Und ich habe die damals auf fünf Jahre definiert, auf fünfzehn Jahre definiert.
00:41:14: Und dass ich mich wirklich mal ehrlich mit mir auseinandergesetzt habe, was, wie möchte ich denn in diesen fünfzehn Jahren leben?
00:41:25: Da kamen eben so Sachen.
00:41:26: Ich reise für mein Leben
00:41:28: gern.
00:41:31: Ich habe sieben Enkelkinder.
00:41:37: Ich habe dreihundert auf den dreißig Kinder in Nepal, die ich betreue.
00:41:44: Aber nicht individuell.
00:41:46: Nein, nicht individuell.
00:41:48: Über meine Organisation, die ich leite.
00:41:55: war schon immer, ich hatte es ja vorher schon gesagt, ich war immer eine begeisterte Führungskraft.
00:41:59: Für mich war es immer wichtig, Menschen zu inspirieren, über ihre Grenzen zu gehen.
00:42:10: Und ich habe damals schon als Geschäftsführerin immer wieder Seminare gegeben, speziell auch für Frauen.
00:42:16: Und dann habe ich eben festgestellt, dass diese Entwicklung von Menschen eigentlich das ist, was mich begeistert.
00:42:25: Also ich habe festgelegt, okay, meine Zukunft soll mit der Entwicklung von Menschen zu tun haben, aber so, dass ich frei leben kann.
00:42:36: Dass ich nicht mehr in diesem Gefängnis bin, ständig funktionieren zu müssen, sondern, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann.
00:42:48: Und das machst du jetzt heute?
00:42:50: Das mache ich heute als Trainerin, als Coaching, als Oma.
00:42:58: Als Organisationsleiterin.
00:43:02: Schön.
00:43:04: Und mein Leben ist durchaus sehr erfüllt.
00:43:06: Und das ist eigentlich durch diese Klarheit gekommen, durch diese Entseidungen gekommen und aus dieser Angst rauszugehen.
00:43:14: Und als ich damals diesen Schritt gemacht habe, mir hatten damals gerade ein Jahr vorher ein Riesenhaus gekauft.
00:43:24: Mit jede Menge Schulden.
00:43:27: Wo jeder zu mir gesagt hat, hey, glaubst du eigentlich, mit fünfer Fünfzig aus so einen Job auszusteigen?
00:43:42: Also da wurde ich eigentlich mehr mit den Ängsten anderer konfrontiert als mit meinen eigenen.
00:43:47: Und bei mir selber waren diese Ängste durchaus auch da.
00:43:50: Aber für mich war dann klar, dass ich gesagt habe, okay, ich habe jetzt die Möglichkeit, dass ich entweder meine Träume aufgib oder meinen Job aufgib.
00:44:00: Und ich habe mich Gott sei Dank für die Träume entschieden.
00:44:04: Ja, schön.
00:44:07: Vielen Dank, liebe Traudl, für deine Einblicke.
00:44:10: Es hat mir große Freude bereitet, mit dir zu sprechen.
00:44:13: Ich hoffe, ich hoffe den Zuschauerinnen und Zuschauern auch und zu höhererinnen und höherer Hörern.
00:44:21: Und danke dir.
00:44:23: Ich bin sehr gespannt, wie es bei dir weitergeht.
00:44:28: Lasst uns in Kontakt bleiben.
00:44:30: Und ich werde mit Sicherheit auch so Einzelfolgen aufnehmen, wo ich ein bisschen erkläre.
00:44:36: Wir haben über Gesetze gesprochen, wir haben über Angst gesprochen, über Gedanken und so.
00:44:40: Ich erkläre das alles so, was ist damit gemeint, aus einer spiritellen Perspektive für diejenigen, die jetzt sich gedacht haben, was reden wieder, um das ein bisschen zu lichten.
00:44:53: Aber vielen Dank für deine Einblicke, für das persönliche Teilen und alles Gute.
00:44:59: Darf ich vielleicht zum Schluss noch was sagen, weil wir noch bei dem Thema Führung sind?
00:45:04: Ja, bitte.
00:45:05: Und Spiritualität und Führung ja ganz oft sehr kritisch gesehen wird.
00:45:11: Aber gerade in Zeiten von Unsicherheit, Druck und Komplexität, die wir ja gerade haben oder die wir ja seit einigen Jahren haben, ist für mich Spiritualität schon lange kein Luxus mehr, sondern eine ganz erhebliche Führungsressource.
00:45:30: Weil, wenn man lernt, dass mein Zeit kein Zufall ist, dass Haltung trainierbar ist, Bewusstsein entwickelbar ist, dann ist es für mich eine ganz, ganz große Aufgabe von Organisationen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
00:45:49: Plädierst du, so wie ich das auch tue, neben Intelligenzquotient und emotionaler Intelligenzquotient zu einem spirituellen Intelligenzquotient?
00:46:01: Die Frage ist, wie ist der messbar?
00:46:03: Das ist die Frage, ja.
00:46:04: Aber es hat was mit Wissen zu tun.
00:46:06: Es hat was mit Fähigkeiten zu tun.
00:46:08: Es hat was mit
00:46:09: Bewusstsein zu tun.
00:46:10: Es hat was mit Freitun zu tun.
00:46:11: Es hat was mit Mindset zu tun.
00:46:13: Ja, mit Sicherheit.
00:46:14: Ich glaube, das kann man messen.
00:46:16: Das wäre eine spannende Aufgabe, das mal zu definieren.
00:46:19: Für alle Forscher da draußen.
00:46:22: Ihr habt ja was zu tun.
00:46:24: Ja.
00:46:25: Spannend.
00:46:26: Was uns dann zu einer spannenden Frage bringt im Sinne von, wer es brauchen, Organisationen in der Entwicklung heute und morgen.
00:46:33: Und was heißt das für Auswahlprozesse?
00:46:35: Es sind sehr spannende Themen, die wir sicherlich in Zukunft stärker hören werden.
00:46:42: Und meiner Meinung nach brauchen Firmen in Zukunft sehr viel weniger Tools.
00:46:50: Aber sie brauchen sehr viel mehr Selbstreflektion.
00:46:55: Dynamiken zu verstehen, damit sie Symptome minhetschen können.
00:47:00: Ja, und an die Ursachen kommen.
00:47:02: Ja, an die Ursachen kommen können.
00:47:06: Und Tatsache ist, also mir begegnet das auch in meinem Trainingsbusiness ganz oft, wenn es um das Thema Mindset geht, wenn es um das Thema Haltung, um das Thema Bewusstsein geht.
00:47:17: Oder Persönlichkeitsentwicklung im Allgemeinen.
00:47:20: Ja, das ganz viel und so, das ist Privatsache.
00:47:24: Und eigentlich diese riesen Ressorts nicht nutzen.
00:47:29: Also Menschen sind müde, Tools zu lernen.
00:47:33: Aber ich merke es auch in meinen eigenen Trainings immer, wie begeistert sie sind, sich selber weiterzuentwickeln.
00:47:41: Und relativ wenig Firmen, die das wirklich gezielt einsetzen.
00:47:47: Ja, und dabei, finde ich, liegt so auf der Hand.
00:47:50: Ich meine, wir brauchen ja nicht mehr spirituell sein.
00:47:52: Wir sind Teil der Evolution, oder?
00:47:54: Und die Evolution entwickelt sich so auch.
00:47:56: Das ist doch irgendwie unser Kern.
00:47:57: Und das also nicht in den Vordergrund zu setzen, ist irgendwie auch relativ kurzsichtig.
00:48:04: Zumal sich die Welt ja außen ständig entwickelt und wir uns also entsprechend immer anpassen müssen und im besten Fall ja auch sogar einen Schritt voraus sein können.
00:48:12: Genau.
00:48:13: Schön.
00:48:14: Danke nochmal für diese sehr, sehr wertvolle Ergänzung.
00:48:17: Danke dir.
00:48:19: Danke dir.
00:48:19: Also, mach's gut.
00:48:21: Viel Erfolg.
00:48:22: Dankeschön.
00:48:23: Alles Gute.
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